Presseerklärung zum Autogipfel-Protest am Mittwoch den 02.08.2017

Ein Protest gegen die strukturelle Komplizenschaft von Autoindustrie und Politik ist nicht leicht und ein echtes Bündnis lange nicht in Sicht. Wenn auch kaum aufeinander abgestimmt, so fand heute anlässlich des Autogipfels in Berlin ein breiter Protest statt. Greenpeace, VCD, Deutsche Umwelthilfe und die Initiative „VW-Boykott“ u. a. protestierten gegen den Autogipfel. Greenpeace seilte sich vom Dach des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ab. Die Deutsche Umwelthilfe wies mir einem protzenden aufgeblasenen Auto auf die tödliche Gefahr von Stickoxiden für den Menschen hin und die Kampagne „VW-Boykott“ deponierte Schrottteile von VW, Audi, BMW und Konsorten und hielten Protestbanner hoch, die Merkel an der Kette der Automobilindustrie zeigen. Alles blieb friedlich, die Polizei hatte Verständnis und die Protestierenden gute Stimmung. Der Autogipfel wird vor der Wahl nur symbolische Verbesserungen bringen. Dass sich weder die Oppositionsparteien noch die Verbraucherverbände blicken ließen, lässt tief blicken.

Peter Grottian.